Beim „Ärztinnen- und Ärztegipfel Südwest“ am 11. Februar 2026 in Stuttgart diskutierten Vertreter aus Politik und Gesundheitswesen über die Zukunft der medizinischen Versorgung in ländlichen Regionen. Zu den Gästen und Diskutanten gehörten unter anderem Christian Dürr, Bundesvorsitzender der FDP, und Dr. Ellen Lundershausen, Vizepräsidentin der Bundesärztekammer.
Das Themenspektrum im Literaturhaus Stuttgart war breit gefächert. Christian Dürr forderte grundlegende Reformen der sozialen Sicherungssysteme: „Ohne substanzielle Veränderungen werden wir die steigenden Gesundheitskosten einer alternden Gesellschaft nicht bewältigen können.“ Dr. Ellen Lundershausen und Dr. Jens Steinat (Hausarzt und Landtagskandidat der CDU in Baden-Württemberg) gewährten einen Blick in den ärztlichen Maschinenraum und die dortigen Fallstricke. Beide betonten, dass eine ausufernde Bürokratie und eine viel zu behäbige Digitalisierung die Versorgung gefährdeten und den Arztberuf unattraktiv zu machen drohten.
Ganz in diesem Sinne war auch das Schlusswort von Dr. Wolfgang Miller, Präsident der baden-württembergischen Landesärztekammer und Vizepräsident des LFB, zu verstehen. Sein Fazit bezüglich der Sicherung der Versorgung im ländlichen Raum lautete: „Ärztliche Arbeit muss attraktiv sein, dann bleiben wir auch auf der Fläche.“
Weitere Informationen
Der „Ärztinnen- und Ärztegipfel Südwest“ war eine gemeinsame Veranstaltung des Verbands der Privaten Krankenversicherung (PKV), der Privatärztlichen Verrechnungsstellen (PVS), der Deutschen Apotheker- und Ärztebank (apoBank) und des Bundesverbands der Freien Berufe (BFB). Der Landesverband der Freien Berufe Baden-Württemberg war über den BFB in die Organisation eingebunden.
Einen ausführlichen Bericht über die Veranstaltung finden Sie beim Verband der Privaten Krankenversicherung.