Ausbildungsbündnis Baden-Württemberg beschließt Maßnahmenkatalog

Die Corona-Pandemie und deren wirtschaftliche Folgen gefährdet auch die berufliche Zukunft vieler junger Menschen. Das diesjährige Spitzengespräch des Ausbildungsbündnisses Baden-Württemberg (18.06.2020) stand deshalb ganz im Zeichen der Bewältigung der Auswirkungen der Corona-Krise. Die Bündnispartner, zu denen auch der LFB gehört, beschlossen im Wirtschaftsministerium einen weitreichenden Maßnahmenkatalog, um den Ausbildungsmarkt kurzfristig zu stabilisieren. Außerdem müssen nach Ansicht der Bündnispartner die Voraussetzungen erhalten bleiben, um dem mittel- und langfristig absehbaren Mangel an beruflich Qualifizierten begegnen zu können. Konkret einigten sich die Bündnispartner u.a. auf eine Ausweitung der Förderung der Verbundausbildung und des „Azubi transfer“ Förderprogramms. Die Maßnahmen auf Landesebene sollen die auf Bundesebene bereits angekündigte „Ausbildungsprämie“ flankieren.

Die Pressemeldung des Wirtschaftsministeriums finden Sie hier, den Maßnahmenkatalog der Bündnispartner (PDF) hier.

 


Die Freien Berufe in Baden-Württemberg und Verbandsprofil:

In Baden-Württemberg gibt es knapp 176.000 Freiberufler. Dies entspricht einem Drittel aller Unternehmen. Insgesamt beschäftigen die selbständigen Freiberufler in ihren Apotheken, Büros, Kanzleien und Praxen über 567.000 Erwerbstätige. Darunter fallen 505.500 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte, 26.500 Auszubildende und 35.000 mitarbeitende, nicht-sozialversicherungspflichtige Familienangehörige. Die im Jahr 2018 von den Freiberuflern im Land erbrachten Lieferungen und Leistungen hatten einen Wert von knapp 78 Mrd. Euro. Insgesamt beläuft sich der Anteil der Freien Berufe am baden-württembergischen BIP auf 10,3 Prozent, womit die freiberufliche Wirtschaftskraft noch vor dem Fahrzeugbau (9,9 Prozent) und dem Maschinenbau (7,3 Prozent) liegt.

Der LFB BW vertritt als Dachorganisation 45 Kammern und Verbände der Freien Berufe in Baden-Württemberg, darunter Apotheker, Ärzte, Ingenieure, Notare, Patentanwälte, Psychotherapeuten, Rechtsanwälte, Restauratoren, Steuerberater, Tierärzte, Texter, Wirtschaftsprüfer und Zahnärzte.