Im Gespräch mit der FDP/DVP-Fraktion

Am 29. September konnte der LFB-Vorstand mit der FDP/DVP-Landtagsfraktion drängende Probleme der Freien Berufe diskutieren - und stieß bei Dr. Hans-Ulrich Rülke MdL (Fraktionsvorsitzender), Jochen Haußmann MdL (Stv. Fraktionsvorsitzender) und Daniel Karrais MdL auf großes Interesse. Der LFB thematisierte in dem knapp eineinhalbstündigen Gespräch mit den Vertretern der FDP/DVP-Fraktion neben den gegenwärtigen Corona-bedingten Schwierigkeiten in den einzelnen freien Berufsgruppen auch zahlreiche Unwuchten und Fehlentwicklungen in den Rettungsmaßnahmen, aber auch bei der geplanten Einführung einer Pflegekammer, bei bürokratischen Belastungen und bei der schleppenden Digitalisierung im Südwesten. Dankbar waren die Landtagsabgeordneten insbesondere für die zahlreichen Schilderungen aus dem freiberuflichen Alltag und kündigten an, diese in die eigenen politischen Überlegungen einfließen zu lassen. Der LFB nutzte auch die Gelegenheit, mit den Südwest-Liberalen über die wirtschaftliche und gesellschaftliche Bedeutung und die Systemrelevanz der Freien Berufe zu sprechen. Vereinbart wurde, den konstruktiven und etablierten Dialog auch im kommenden Wahljahr fortzusetzen.

Am Gespräch nahmen für die FDP/DVP-Fraktion teil: Dr. Hans-Ulrich Rülke MdL (Fraktionsvorsitzender, nicht auf dem Bild), Jochen Haußmann MdL (Stv. Fraktionsvorsitzender), Daniel Karrais MdL, Sebastian Haag (Stv. Pressesprecher, Parlamentarischer Berater für Haushalt und Finanzen; Europa und Internationales).

 


Die Freien Berufe in Baden-Württemberg und Verbandsprofil:

In Baden-Württemberg gibt es knapp 176.000 Freiberufler. Dies entspricht einem Drittel aller Unternehmen. Insgesamt beschäftigen die selbständigen Freiberufler in ihren Apotheken, Büros, Kanzleien und Praxen über 567.000 Erwerbstätige. Darunter fallen 505.500 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte, 26.500 Auszubildende und 35.000 mitarbeitende, nicht-sozialversicherungspflichtige Familienangehörige. Die im Jahr 2018 von den Freiberuflern im Land erbrachten Lieferungen und Leistungen hatten einen Wert von knapp 78 Mrd. Euro. Insgesamt beläuft sich der Anteil der Freien Berufe am baden-württembergischen BIP auf 10,3 Prozent, womit die freiberufliche Wirtschaftskraft noch vor dem Fahrzeugbau (9,9 Prozent) und dem Maschinenbau (7,3 Prozent) liegt.

Der LFB BW vertritt als Dachorganisation 45 Kammern und Verbände der Freien Berufe in Baden-Württemberg, darunter Apotheker, Ärzte, Ingenieure, Notare, Patentanwälte, Psychotherapeuten, Rechtsanwälte, Restauratoren, Steuerberater, Tierärzte, Texter, Wirtschaftsprüfer und Zahnärzte.