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Ausbildungszahlen bei den Freien Berufen in Baden-Württemberg stabil

Bis Ende September wurden nach Zahlen des Bundesverbandes der Freien Berufe (BFB) bei den Freien Berufen in Baden-Württemberg 5.899 neue Ausbildungsverträge abgeschlossen. Dies entspricht nahezu exakt dem Vorjahreswert (+7 Verträge bzw. 0,1%), während bundesweit die Zahl der Neuverträge bei den Freien Berufen um 2,8% zurückging.

Naturgemäß gibt es zwischen den Ausbildungsberufen bei den Freien Berufen erhebliche Unterschiede. Besonders beliebt bleiben die Ausbildungsberufe Medizinische/r Fachangestellte/r (MFA) mit 2.446 neuen Auszubildenden (+2,9% ggü. dem Vorjahr) und Zahnmedizinische/r Fachangestellte/r (ZFA) mit 1.715 neuen Auszubildenden (-3,5%).

Die Bilanz zum 30. September bedeutet nicht das Ende der Azubi-Bemühungen. Viele Freiberuflerinnen und Freiberufler haben noch offene Ausbildungsplätze und sind deshalb auch über den offiziellen Start des Ausbildungsjahres hinweg auf der Suche nach interessierten jungen Menschen.

Die Zahlen dokumentieren den sich auch bei den Freien Berufen in Baden-Württemberg verschärfenden Nachwuchs- und Fachkräftemangel. Nach einer aktuellen Umfrage des LFB bezeichnen acht von zehn selbständigen Freiberuflerinnen und Freiberuflern die Suche nach Auszubildenden als schwer oder sogar sehr schwer. Insbesondere die freien Heilberufe tun sich schwer bei der Suche nach geeigneten Nachwuchskräften für ihre Apotheken und Praxen. In der Tendenz etwas entspannter ist die Azubi-Situation bei den freien technischen und naturwissenschaftlichen Berufen, aber auch hier klagt jedes zweite Ingenieur- und Architektenbüro über eine schwierige oder sogar sehr schwierige Suche nach Auszubildenden. Über alle freien Berufsgruppen hinweg sagen drei von vier Freiberuflerinnen und Freiberuflern, dass sie insgesamt zu wenig Bewerbungen erhalten.

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